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Besinnungsübung von Lienhard Valentin PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gastautor   
Montag, 14. September 2009 um 12:37
Besinnungsübung Freude
Geben Sie sich für Besinnungsübungen wie diese ein wenig Raum und sorgen Sie dafür, dass Sie möglichst ungestört sind. Lassen Sie sich zunächst einmal ein paar Minuten Zeit, um bei sich anzukommen. Wenn Sie sich noch mit Dingen aus Ihrem Alltag beschäftigen oder von ihnen bedrängt werden, stellen Sie diese für eine Weile zurück.
Wenn Sie sich bereit fühlen zu beginnen, stellen Sie sich auf Ihr Kind oder eines Ihrer Kinder ein und versuchen Sie, Erinnerungen an die Zeit auftauchen zu lassen, als Sie erfuhren, dass sich ein (weiteres) Kind anmeldet. Erzwingen Sie nichts. Stellen Sie sich einfach darauf ein, dass Erinnerungen auftauchen können. Vielleicht hilft Ihnen das Bild einer Antenne, die empfangsbereit ist, aber nicht aktiv Ausschau hält.
Wenn zunächst nichts auftaucht, ist das vollkommen in Ordnung, Machen Sie sich keinen Druck. Nehmen Sie einfach wahr, was von alleine kommt, ohne es zu bewerten, auch wenn Erinnerungen auftauchen, die eher unangenehme Gefühle in Ihnen wecken.
Dann stellen Sie sich darauf ein, wie und wo Sie in Zusammenhang mir diesem Kind Freude erfahren haben - einfach weil es da ist. Wenn solche Momente auftauchen, geben Sie ihnen Raum und lassen sie Sich in Ihren ganzen Körper ausbreiten - aber wieder ohne etwas zu forcieren.
Drücken Sie diese Freude Ihrem Kind gegenüber auch aus? Zeigen Sie diese Freude darüber, dass es da ist? Einfach so, ohne dass es dies erst verdienen muss?
Wenn Sie durch eine solche Besinnungsübung Zugang zu dieser Freude bekommen, nehmen Sie sich regelmßig ein paar Minuten Zeit, in der Sie sonst nichts erledigen oder tun und versuchen Sie, sich an diese Freude zu erinnern. Wenn Ihr Kind noch klein ist und Sie vielleicht sogar noch stillen, nutzen Sie diese Zeit, um diese Freude in sich aufzuspüren, sie zuzulassen und ihr Raum zu geben.
Eine gute Gelegenheit, sich innerlich wieder mir einem Kind zu verbinden, ist, wenn es schläft. Ws stellt nun keine Anforderungen mehr an uns, wir können unsere Anspannung loslassen und es einfach ansehen. Wenn wir in dieser Weise mir unserem schlafenden Kind Kontakt aufnehmen, fällt es uns vielleicht leichter, unsere Liebe zu erneuen und unsere innere Verbindung zu nähren.
Das Erleben von gemeinsamer Freude spielt auch in dem Ansatz von Emmi Pickler eine wesentliche Rolle. Beim Wickeln, Füttern, Baden - bei allem, was wir mit dem Kind tun, ist es möglich, Raum für gemeinsame Freude zu schaffen, was nicht nur für das Kind, sondern auch für uns ein ganz anderes Lebensgefühl mit sich bringt.

Weiter Besinnungsübungen sind auf der Buch-CD „Achtsame Eltern - Glückliche Kinder" von Lienhard Valentin zu finden.


Aktualisiert ( Montag, 14. September 2009 um 12:40 )
 
 



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